Wo und wie lernen wir eigentlich etwas über Geld?
Dass Ökonomie und Finanzen in der Schule kaum unterrichtet werden, wird seit langem beklagt. Während im Zuge der Digitalisierung in vielen anderen Medien Konsumenten mittlerweile zu Produzenten werden, scheint das Geld die Menschen weiterhin klar in zwei Gruppen zu unterscheiden: Diejenigen, die das Geld lediglich nutzen und seiner Logik unausweichlich unterworfen bleiben, und diejenigen, für die Geld ein Medium ist, das sich so und anders einrichten lässt.
Wie kann sich das ändern? Welche Ansätze gibt es im Bereich der künstlerischen Forschung, der kulturellen Bildung und des künstlerischen Aktivismus, um ein kreatives und kritisches Umgehen mit Geld zu erlernen, zu erproben und zu vermitteln?
Um diese Frage zu beantworten, lädt das FUNDUS THEATER im Herbst 2017 zur Forschungswerkstatt.
Seit Jahren beschäftigt sich das Forschungstheater im FUNDUS THEATER mit dem Thema Geld: Im Projekt „Die Kinderbank“ stellen Kinder ihr eigenes Geld her und Erwachsene schaffen ein Netzwerk aus Läden und Services, die das Geld der Kinder in Zahlung nehmen. Im Projekt „There’s No Business Like Showbusiness“ verwalten Kinder ein reales Produktionsbudget von 3000 Euro, um damit eine Show für andere Kinder zu gestalten.
Die Forschungswerkstatt beginnt mit einer solchen Show: Was heißt es, Geld für andere auszugeben? Welche Budgetentscheidungen treffen die Kinder und warum? Welches Licht werfen ihre Entscheidungen auf das Verhältnis von Geld und Kunst im „Showbusiness“? Am Nachmittag hören und diskutieren wir Inputs von Brett Scott, Bini Adamczak, Armin Chodzinski, Constanze Schmidt und anderen.
Am Freitagmorgen zeigt die Kompanie Kopfstand ihre interaktive Performance „My Money My“ mit anschließendem Inszenierungsgespräch.

30.11. – 01.12.2017
Anmeldung über post(ät)fundus-theater.de

„My Money My“ wird ermöglicht durch das NATIONALE PERFORMANCE NETZ im Rahmen der Gastspielförderung Theater aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie der Kultur- und Kunstministerien der Länder.