Beitrag & Kommentar von Assistentin Hannah

Die Schüler*innen wollten sich mit Robotern und Drohnen beschäftigen, weil sie glauben, dass dies unsere Zukunft ist, und zukünftig viele Aufgaben von Robotern und Drohnen übernommen werden können. Außerdem würde man bei der Beschäftigung mit Robotern und Drohnen immer etwas Neues lernen.

Einige aus der technikbegeisterten Gruppe haben zu Hause eine Drohne und wissen auch genau wie man diese fliegt. Einen Roboter besaß jedoch bisher keiner der Schüler*innen, weil Roboter wesentlich teurer als die (einfachen) Drohnen sind. Deshalb haben wir uns gemeinsam entschlossen einen Roboter zu kaufen und zu testen, inwiefern er sich als Performer auf der Bühne eignet. Die Kinder bekamen die Aufgabe, unterschiedliche Angebote von Robotern bis 700 Euro zu recherchieren.

Durch die Exkursion ins Roboterlabor an der Universität Hamburg konnten wir Einblick in die aktuelle Roboterforschung erhalten und erfahren, wie diese abläuft und sich finanziert.

Schließlich haben wir uns für den Kauf eines Roboters der Marke UBTECH Alpha 1 S entschieden und ihn auf den Namen Showi getauft. Die Kinder haben den Roboter getestet und waren vor allem von seinen tänzerischen und sängerischen Fähigkeiten begeistert. Dann wurden Entscheidungen getroffen, was Showi auf der Bühne tun sollte. Meine Aufgabe war den Roboter zu programmieren und ihn auf der Bühne in Szene zu setzen.

Bei der Aufführung habe ich Showi herausgefordert mit mir in Konkurrenz zu treten um herauszufinden, ob mein Beruf zukünftig durch einen Roboter ersetzt werden kann.

Showis Auftritt wurde von den Kindern stürmisch gefeiert.

Diskutiert wurde in der Gruppe und schließlich auch auf der Bühne während der Szene selbst, ob Roboter in Zukunft Menschen auf der Bühne – sowie auch in anderen Arbeitsbereichen ersetzen könnten und welche ökonomischen Folgen dies hat bzw. haben könnte.

Selbstfahrende Autos, Putzroboter, Hausmädchenroboter, Pflegeroboter, Drohnenpostboten und viele weitere Roboter sind im Vormarsch und werden unser Verhältnis zu Arbeit und Geld verändern. Besonders in der Autoindustrie übernehmen Roboter jetzt schon die meisten Arbeitsschritte. Immer mehr Betriebe bevorzugen Roboter und entlassen Mitarbeiter, weil ein Roboter einfach sehr viel kostengünstiger ist. Und dass es Geldautomaten und Onlinebanking statt Bankfilialen gibt, ist für uns alle mittlerweile selbstverständlich. Kinder, die ja noch keiner Lohnarbeit nachgehen, schauen der Roboter-Zukunft übrigens sehr viel zuversichtlicher entgegen, als dies viele Erwachsene tun. Sie freuen sich auf die Roboter.

Es wird prognostiziert, dass wiederholbare, aber auch viele komplexe Tätigkeiten zukünftig von Robotern übernommen werden. Und die Menschen? Die sollten dann ein Grundeinkommen erhalten, so wird in der Debatte gefordert. Die Menschen sollten Berufe ausüben, von denen wir noch gar nicht wissen, dass es sie gibt, oder sich den schönen Dingen widmen, wie der Kunst.

Aber was ist, wenn die Kinder dann lieber Roboter und nicht Menschen als Performer auf der Bühne sehen wollen? Eines ist durch unser Experiment sicher: Die Roboter brauchen auf der Bühne die Menschen. Zumindest wird es immer noch jemanden geben müssen, der den Roboter in Szene setzt und ihn für die Bühne vorbereitet.

Rechnungswesen

Bericht vom Rechnungswesen:

Budget:
750 €
Ausgaben:
500 € Roboter,
250 € Programmierung & Audioeffekte

Armin Chodzinski

Die Anfangskosten dieses Showteils sind zwar relativ hoch, aber man spart die Gage dauerhaft und der Aufwand für die Programmierung fällt nur einmal an. Selbst wenn Showi der Roboter ein Star wird und ins Fernsehen kommt, steigt seine Gage niemals.

Und wenn man das 10-, 20-, 50-mal machen würde, wäre die Show wahnsinnig günstig. Man kann etwas lernen, Faszination ist der Ausgleich, man zeigt etwas, das man toll findet. Aus wirtschaftlicher Sicht ein unglaublich erfolgreiches Konzept.